Viele Frauen erfüllen sich heute den Wunsch nach größeren, volleren Brüsten. Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig: Brüste, die von Natur aus nur wenig oder auch unterschiedlich stark entwickelt sind, entsprechen häufig nicht dem eigenen Schönheitsideal. Auch wollen sich viele Frauen nicht damit abfinden, dass sich ihre Brustform verändert hat, wie das nach einer Schwangerschaft, nach starkem Gewichtsverlust oder einfach altersbedingt der Fall sein kann.
Mit einem Brustimplantat erhalten Sie nicht nur die Figur, von der Sie immer schon geträumt haben, sondern meistens auch einen Schub für Ihr Körperbewusstsein. Die Entscheidung für ein Brustimplantat erfolgt fast immer aus ästhetischen Gründen und ist generell keine Frage des Alters; das Körperwachstum sollte jedoch abgeschlossen sein.
Als Implantate werden heute Silikonkissen mit unterschiedlichen Füllungen verwendet. Die Außenhülle aus Silikonelastomeren ist in der Regel doppelwandig. Diese doppelte Hülle bietet einen sehr hohen Schutz vor Verletzungen und ermöglicht zudem besonders gute Ergebnisse hinsichtlich Form und Feeling.
Mit der neuartigen, texturierten Oberfläche des Silikonkissens wird außerdem die Gefahr einer Kapselverhärtung weitgehend ausgeschlossen. Als Füllmaterial für das Implantat wird entweder Silikon oder Silikongel verwendet. Mit diesen Lösungen können optisch und gefühlsmäßig die besten und wirkungsvollsten Ergebnisse erreicht werden.
Der Schnitt erfolgt in der natürlichen Hautfalte unter der Brust. Durch diese Öffnung schafft der Chirurg einen Hohlraum, in den er das Implantat einsetzt. Dieser Hohlraum wird direkt hinter dem Brustgewebe geschaffen. Dies hat den Vorteil einer besseren Brustfüllung und weniger Schmerzen nach der Operation. Die Wunde wird mit feinsten Fäden intrakutan verschlossen. Noch auf dem Operationstisch bekommen Sie einen Mullverband. Sie müssen mit einer Operationsdauer von ca. 45 bis 60 Minuten rechnen. Unmittelbar nach der Operation werden Sie für die nächsten beiden Tage leichte Schmerzen empfinden. Außerdem entstehen, wie bei jedem operativen Eingriff, auch bei der Brustimplantation mehr oder weniger starke Schwellungen und Blutergüsse, die sich jedoch innerhalb von Tagen bis mehreren Wochen wieder zurückbilden. Die Schnitte hinterlassen kleine Narben, die im Laufe der Zeit aber verblassen und kaum noch erkennbar sein werden. Ein endgültiges Ergebnis kann in den meisten Fällen erst nach 6 bis 9 Monaten beurteilt werden Ausgehend von Ihren persönlichen Vorstellungen und Ihren körperlichen Gegebenheiten werden Sie gemeinsam mit dem Chirurgen die Art der Prothese sowie die gewünschte Größe bestimmen. Mit einem Brustimplantat erhalten Sie eine volle und natürliche Brustform, die sich auch gefühlsmäßig ganz normal wie eine feste Brust anfühlt. Die Ergebnisse sind sehr dauerhaft und halten, je nach persönlicher Veranlagung, viele Jahre - aber nicht ewig. Der natürliche Alterungsprozess und die Schwerkraft werden die Form der Brust im Laufe der Jahre wieder verändern.
Der Eingriff wird in der Regel stationär durchgeführt.
In Narkose ist die Operation für die Patientin stress-
und problemfrei, und der Chirurg kann in Ruhe die erforderliche Feinarbeit leisten. Die notwendigen Voruntersuchungen werden am Vortag Ihres Termins in der Klinik durchgeführt. Dabei haben Sie auch Gelegenheit, die Narkose mit dem Anästhesisten zu besprechen. Am Tag der Operation können Sie die Klinik wenige Stunden nach dem Eingriff verlassen.
Für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation sollten Sie auf Schmerzmittel wie z.B. Aspirin verzichten, da diese die Blutgerinnung verzögern. Auch Alkohol und Schlafmittel sollten Sie weitgehend meiden. Wenn Sie den Eingriff ambulant vornehmen lassen, empfehlen wir außerdem, dass sich ein Angehöriger zumindest die erste Nacht nach dem Eingriff um Sie kümmert. Welche Risiken sind zu beachten?
Leiden Sie unter Allergien, wie z.B. gegen Medikamente oder Pflegemittel, oder anderen Krankheiten, so müssen Sie uns diese in jedem Fall mitteilen. Neigen Sie zu auffälligen blauen Flecken oder haben Sie anhaltende Blutungen nach Bagatellverletzungen, so sollte eine Gerinnungsstörung vor der Operation durch eine geeignete Untersuchung ausgeschlossen werden. Außerdem sollten Sie es Ihrem Chirurgen unbedingt mitteilen, wenn Sie eine starke Gewichtsreduktion oder eine Schwangerschaft planen. In beiden Fällen kann sich die Brustform in kaum vorhersehbarer Weise verändern, wodurch das Ergebnis beeinträchtigt werden kann.
Welche Komplikationen können entstehen?
Mit dem natürlichen Heilungsprozess bildet sich eine Kapsel um das Implantat. Je nach Veranlagung kann sich diese Kapsel verhärten, wodurch sich die Brust fester als normal anfühlt. Derartige Verhärtungen können unterschiedlich stark ausfallen und schlimmstenfalls zu Schmerzen, Verlagerung des Implantats oder Verformungen der Brust führen. In seltenen Fällen (ungefähr 5%) ist ein erneuter Eingriff erforderlich, bei dem das Implantatlager erweitert oder das Implantat ersetzt werden muss.
Wie alle Kunststoffe unterliegen auch die Silikonkissen gewissen Materialermüdungen, was zu Defekten der Umhüllung führen kann. Im übrigen können die Implantate auch infolge von Brusttraumata, z.B. durch schwere Unfälle, verletzt werden und platzen.
Die doppelwandige Umhüllung bietet hier weitgehend Schutz, dennoch kann es vorkommen, dass Füllmaterial in das umgebende Gewebe austritt. Bei Implantaten mit Kochsalzfüllung ist dies völlig harmlos, da Kochsalz innerhalb weniger Stunden völlig vom Körper resorbiert wird. Bei den anderen Füllmaterialien können durch Gewebereaktionen nach Monaten oder Jahren sogenannte Silikonome entstehen.
Unabhängig von der Lage des Hautschnitts kann insbesondere bei großen Implantaten das Gefühl an der Brustwarze vorübergehend beeinträchtigt sein.
In Ausnahmefällen kann es zu Wundheilungsstörungen, Blutergüssen, Infektionen und Serombildungen kommen, die dazu führen können, dass das Implantat vorübergehend entfernt werden muss. Sind Sie als Frau in einem Alter, in dem Sie regelmäßig Mammographie-Untersuchungen vornehmen lassen, sollten Sie ihren Arzt in jedem Fall über Ihr Brustimplantat informieren, da dieses die Untersuchungsergebnisse beeinträchtigen kann.
Welche Nachbehandlung ist erforderlich?
Bereits in 1 bis 2 Tagen nach der Operation werden Sie wieder wohlauf sein. Ihre volle Arbeitsfähigkeit ist nach wenigen Tagen, spätestens nach einer Woche wiederhergestellt. Stellen Sie sich jedoch darauf ein, dass Sie nach dem Entfernen von Verbänden und Fäden in den ersten 6 Wochen einen fest anliegenden und stabilen Büstenhalter tragen. Dieser sollte optimal sitzen, Ihre Brust stützen und sie nicht einengen. Büstenhalter, die die Brust stark heben, sollten Sie während der ersten 3 Monate vermeiden. Sie, und natürlich auch Ihr Sexualpartner, sollten die nächsten 2 Monate äußerst behutsam mit Ihren Brüsten umgehen und jede Überbeanspruchung vermeiden.
Dies gilt auch für sportliche Aktivitäten und Haushaltsarbeiten, wie z.B. Bügeln und Fensterputzen.
Mit kalten Duschen können Sie die Durchblutung gut anregen und den Heilungsprozess unterstützen.