Nach einer Schwangerschaft können schlaffe überdehnte Bauchdecken zurückbleiben. Auch nach einer starken Gewichtsabnahme kann es vorkommen, dass ein Hautüberschuss zu einem hässlichen Hängebauch führt. Schließlich können extreme Fettansammlungen dazu führen, dass die Bauchdecke hängt. In diesen Fällen ist es möglich, dies durch eine Operation zu verbessern. Sind Sie zu schwer, dann ist es vernünftig, vor der Operation erst abzunehmen. Dann wird das Operationsergebnis wesentlich besser sein. Es ist oft möglich, dem Bauch einen flacheren Aspekt zu geben.
Eine Bauchdeckenplastik ist ein großer Eingriff.
Der Chirurg zeichnet vor der Operation an, wie viel Haut zwischen Nabel und Schambein entfernt werden soll. Der Chirurg legt den Schnitt in den Bereich der Bikinigrenze oberhalb der Schamhaare, Der Schnitt reicht seitlich bis zu den Hüftknochen. Anschließend präpariert er die gesamte Bauchhaut nach oben, bis zu den Rippenbögen, wobei der Nabel umschnitten wird, damit er seine ursprüngliche Form behält. Falls notwendig, werden die ausgedehnten Bauchmuskeln an der normalen Stelle zusammengebracht. Nachdem überflüssiges Fett und Haut entfernt worden sind, wird der Nabel an einer neuen Stelle eingenäht. Drainagen sorgen dafür, dass Wundsekret und Blut abgeleitet werden.
Die Wunde wird mit feinsten Fäden intrakutan verschlossen und es wird ein Verband angelegt. Drainagen sorgen für den ungehinderten Abfluss von Blut und Gewebeflüssigkeit. Je nach Ausmaß dauert der Eingriff 2 bis 3 Stunden. Nach der Operation werden Sie mit gebogener Hüfte ins Bett gelegt. Dies ist notwendig, um die Spannung von den Wundrändern zu vermindern.
Der Eingriff wird in der Regel stationär durchgeführt.
Die notwendigen Voruntersuchungen werden am Vortag Ihres Termins in der Klinik durchgeführt. Dabei haben Sie auch Gelegenheit, die Narkose mit dem Anästhesisten zu besprechen. Sie übernachten einmal in der Klinik.
Als Raucher sollten Sie mindestens 4 Wochen vor Ihrem Termin Ihren Nikotinkonsum stark einschränken, um das Risiko von Wundrandnekrosen zu verringern. Für die Dauer von 14 Tagen vor der Operation sollten Sie außerdem auf Schmerzmittel verzichten, wie z.B. Aspirin, da diese die Blutgerinnung verzögern. Auch Alkohol und Schlafmittel sollten Sie weitgehend meiden.
Welche Risiken sind zu beachten?
Leiden Sie unter Allergien, wie z.B. gegen Medikamente oder Pflegemittel, oder anderen Krankheiten, so müssen Sie uns diese in jedem Fall mitteilen.
Außerdem sollten Sie dem Chirurgen unbedingt mitteilen, ob Sie eine starke Gewichtsreduktion oder eine Schwangerschaft planen.
Nach dem Zusammennähen der Muskeln ist es möglich, dass Sie nach der Operation Schmerzen und Unbequemlichkeit empfinden z.B. beim Husten, Lachen oder Pressen.
Welche Komplikationen können entstehen?
Wie bei jeder Operation, kann es durch Wundheilungsstörungen zu unschönen Narben, dauerhaften Spannungen, Schmerzen und Blutergüssen, sowie zu Infektionen kommen. Sobald Sie etwas Beunruhigendes feststellen, sollten Sie mit Ihrem Chirurgen darüber
sprechen. Er berät Sie gerne ausführlich und informiert Sie gegebenenfalls über eine geeignete Nachbehandlung.
Die Möglichkeit auf eine gestörte Wundheilung ist größer bei jemandem, der raucht, Übergewicht hat und/oder zuckerkrank ist.
Unten in der Bauchhaut entsteht eine gefühllose Stelle, die mit der Zeit kleiner wird, da das Gefühl langsam zurückkommt.
Welche Nachbehandlung ist erforderlich?
Bereits wenige Tage nach der Operation ist Ihr normales Befinden weitgehend wiederhergestellt und nach 3 bis 4 Wochen sind Sie wieder voll arbeitsfähig. Resorbierbare Fäden lösen sich von selbst auf, andere Fäden verbleiben bis zu 5 Wochen, um eine feine Narbenbildung zu unterstützen. Zur Unterstützung der Bauchmuskeln müssen Sie 6 Wochen lang in der Nacht und tagsüber einen gut sitzenden Hüfthalter (ein Mieder) tragen.
Über alle weiteren Maßnahmen zur individuellen Nachbehandlung, sowie über Kontrolluntersuchungen und entsprechende Termine werden Sie bei der Entlassung aus der Klinik informiert werden.